Unsere offene Pädagogik

Wir arbeiten in unserem FRÖBEL-Kindergarten Winterstraße nach dem Prinzip der „Offenen Pädagogik“. Doch was genau bedeutet das?

Entsprechend unserem Leitbild liegt unserem offenen Konzept ein Partizipationsverständnis zugrunde, dass unsere Kinder zu aktiven Gestaltern und Akteuren ihrer Umwelt macht. Konkret formuliert: Unsere Kinder haben die Möglichkeit im Rahmen von einigen klar definierten, aber überschaubaren Strukturen, ihren Tag im Kindergarten frei zu gestalten.

Unser Bild des Kindes entsteht aus der Überzeugung, dass Kinder die optimale Lernvoraussetzung für ihre persönliche Entwicklung selbst finden können. Wir finden uns dabei in der Rolle als Begleiter, Lernpartner, Zuhörer, Unterstützer, Berater und Resonanzgeber wieder. Grundvoraussetzung für das Gelingen der offenen Arbeit ist eine gut vorbereitete Umgebung.

Offene Arbeit in der Praxis bedeutet, dass wir innerhalb unserer drei Bereiche keine weiteren geschlossenen Kleingruppenstrukturen aufgebaut haben. Stattdessen entscheiden die Kinder täglich auf ein Neues, mit welchen Kindern sie auf Grund gleicher Interessen, eine Angebotsgruppe bilden möchten. Für die täglich neu zusammengesetzten Angebotsgruppen stehen unterschiedliche Funktionsräume zur Verfügung.

Die Ausstattung der Funktionsräume ist entsprechend der jeweiligen Thematik angepasst und bedient mit ihrem Inhalt und der Raumgestaltung entsprechende Angebote. Die Gestaltung der Räume zeichnet sich durch eine möglichst flexible Struktur und einen hohen Anregungsgehalt mit Funktionsecken bzw. -nischen aus und lässt zu, dass die Kinder im Laufe des Tages unterschiedlichen Interessen nachgehen können. Innerhalb der im Tagesablauf eingebetteten Angebotszeiten, finden unterschiedlichste Angebote, begleitet von den pädagogischen Fachkräften, in den jeweiligen Räumlichkeiten statt. Aktivitäten finden im Tagesverlauf im gesamten Haus statt, so dass die Kinder verschiedene soziale Kontexte erleben können.

Die Entscheidung der täglichen Zuordnung liegt ausschließlich bei unseren Kindern und orientiert sich an der Annahme, dass eine Entwicklung des Kindes nur möglich ist, wenn das entsprechende Bildungsfenster des Kindes zu diesem Zeitraum geöffnet ist. Bedeutet, wir gehen davon aus, dass unsere Kinder sich nur weiterentwickeln und lernen können, wenn ihr Interesse auf das entsprechende Angebot gerichtet ist. Jedes Kind durchläuft in seiner Entwicklung im angemessenen Maße alle Interessenbereiche. So ist die Sorge, dass das Kind einen Bildungsbereich vernachlässigt hinfällig aber umso wichtiger ist die Aufgabe der pädagogischen Fachkräfte, Angebote zu schaffen, die alle Interessen, Bedürfnisse und aktuellen Themen der Kinder abdecken, sodass kein Kind auf sein offenes Bildungsfenster verzichten muss. 

Die Vorteile unserer offenen Pädagogik:

  • Jedes Kind hat täglich die Möglichkeit frei zu entscheiden, wie und mit wem es seinen Tag gestalten möchte.
  • Alle Bildungsbereiche sind täglich zugänglich.
  • Mehrheitsentscheidungen überwiegen nicht, sondern das Individuum zählt.
  • Variable Gruppengrößen ermöglichen die optimale Betreuung aller Kinder (zuwendungsbedürftige Kinder, Kinder in der Eingewöhnung oder Kinder mit besonderen Bedürfnissen erhalten entsprechende Betreuung)
  • Die Auswahl der Angebote findet für die Kinder auf unterschiedlichen Wahrnehmungskanälen statt (akustisch, visuell, taktil) und wird regelmäßig so angepasst, dass alle Kinder auch eine Auswahl treffen können. Jedes Kind wird somit gleichermaßen in Entscheidungsprozesse integriert.